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Experimenteller Wohnungsbau/Studentisches Wohnen“ Mönchengladbach-Rheydt

Die Ausbildung einer geschlos­se­nen Block­rand­be­bau­ung, die die stadt­räum­li­che Struk­tur des Wett­be­werbsa­re­als längs des Stra­ßen­rau­mes fasst und er­gänzt ist das Kern­stück des Ent­wur­fes. Die­ser, dem Ver­lauf der bei­den Stra­ßen­zü­ge "Wil­helm-Schif­fer-Stra­ße" und "Fried­rich-Ebert-Stra­ße" fol­gen­de Bau­kör­per bil­det eine das Wett­be­werbs­ge­biet um­schlie­ßen­de Groß­form und wirkt zu­gleich als Schall-Bar­rie­re zwi­schen dem Stra­ßen­raum und dem In­nen­be­reich.

Im Bloc­k­in­nen­be­reich sind 45 PKW Stell­plät­ze un­ter­halb ei­ner be­grün­ten Über­da­chung un­ter­ge­bracht. Da­bei wird die vor­han­de­ne To­po­gra­phie wei­test­ge­hend über­nom­men und ge­nutzt, um die Zu­fahrt/Er­schlie­ßung die­ser PKW-Park­plät­ze ohne auf­wän­di­ge Erd­be­we­gun­gen rea­li­sie­ren zu kön­nen. Der Ver­lauf der ehe­ma­li­gen "Kloe­ters­gas­se" wird als in­ter­ne Er­schlie­ßung der Stell­plät­ze bei­be­hal­ten, so dass die in der Stra­ße be­find­li­che Gas-Tras­se zur Ver­sor­gung des Ge­bäu­des "Kloe­ters­gas­se 15" be­ste­hen blei­ben kann.

Auf der be­grün­ten Platt­form baut sich ein frei­ste­hen­der, drei­ge­schos­si­ger Bau­kör­per auf, der in den je­wei­li­gen Ge­schos­sen den ver­schie­de­nen Miet­nut­zun­gen (Haus­mei­ster­woh­nung, Mut­ter-Kind-Woh­nung und/oder Wohn­grup­pen, Busi­ness-WGs, Stu­den­ten­ap­par­te­ments) Raum bie­tet.

Die be­grün­te Flach­da­chebe­ne wird aus dem An­schluss an den Ge­bäu­de­rie­gel zur Fried­rich-Ebert-Stra­ße ent­wic­kelt und mit­tels ei­ner be­grün­ten Per­go­la­kon­struk­ti­on über dem Zu­fahrt­be­reich op­tisch und schallmin­dernd er­gänzt. So­mit bie­tet sich den Mie­tern der Wohn­ge­schos­se ein rück­wär­ti­ger Blick auf eine ex­ten­siv-be­grün­te Flach­dach­land­schaft.

Die mit ei­ner aus Pro­fil­bauglas-Ele­men­ten trans­lu­zent ge­stal­te­te Fas­sa­de zum Stra­ßen­raum schafft auf­grund der ma­te­rial­ty­pi­schen Ei­gen­schaf­ten des Guss­gla­ses ei­nen be­trächt­li­chen Schall­schutz (57 dB). Die Er­schlie­ßungs­zo­ne wirkt so­mit ei­ner­seits als Schall­puf­fer ge­gen die vier­spu­ri­ge "Wil­hem-Schif­fer-Stra­ße", an­derer­seits fil­tert sie so­wohl das in den "Lau­ben­gang" ein­fal­len­de Ta­ges­licht bei gleich­zei­ti­ger Schaf­fung ei­nes hal­böf­fent­li­chen, in­ter­nen Be­rei­ches, da die trans­lu­zen­te Wir­kung le­dig­lich eine opa­ke, sche­men­haf­te Wahr­neh­mung der hin­ter die­ser Fas­sa­de im Flur­be­reich be­find­li­chen Struk­tu­ren und Per­so­nen zu­lässt.

Die ei­ner Wohn­nut­zung zu­träg­li­chen Bal­ko­ne wer­den als vor­ge­häng­te Stahl­kon­struk­tio­nen den Fas­sa­den zum Bloc­k­in­nen­be­reich (Ori­en­tie­rung Süd bzw. West) an­ge­fügt.

Ins­ge­samt bie­tet der Ge­bäu­de­kom­plex Raum für 79 Woh­nein­hei­ten, drei Bü­ros und vier La­den­lo­ka­le, de­ren Flä­chen fle­xi­bel auf­teil­bar sind.