scroll scroll

Wohnhaus Viersen

Das Ein­fa­mi­li­en­haus soll­te auf ei­nem mit 338 qm Flä­che klei­nem Grund­stück ko­sten­gün­stig er­stellt wer­den. Die­ser Bau­her­ren­wunsch wur­de mit ei­nem kom­pak­ten, nich­t un­ter­kel­ler­ten Bau­kör­per in der Grund­flä­che von 8,00 m x 12,00 m er­füllt, den ein 7 °-ge­neig­tes Pult­dach ohne Dachü­ber­stän­de ab­schließt. Das un­prä­ten­tiö­se, in kla­rer For­men­spra­che ge­stal­te­te Wohn­haus wird im Ent­wurfs­an­satz durch den zur Anliegerstra­ße vor­ge­la­ger­ten Ab­stell-/Kel­ler­er­satz­raum und dem dar­aus ent­wic­kel­ten über­dach­ten Frei­sitz, so­wie durch zwei Per­go­la­kon­struk­tio­nen kom­plet­tiert. Als Grund­stück­ab­schluss zu den bei­den Stra­ßen­zü­gen ist eine Mau­er aus Stein­ga­bio­nen geplant, die mit ei­nem au­ßen­sei­ti­gen, 40 cm brei­ten Grün­flä­chen­strei­fen eine Be­ran­kung der Mau­er er­mög­licht.

Um dem Ge­bäu­de süd­sei­tig Gar­ten­flä­che zu of­fe­rie­ren, wur­de der Ge­bäu­de­kör­per in die hin­te­re, nörd­li­che Grund­stückec­ke des an zwei Stra­ßen ge­le­ge­nen Eck­grund­stüc­kes plat­ziert. In die aus den Ab­stand­flä­chen und den bau­recht­lich er­for­der­li­chen Grenz­ab­stän­den re­sul­tie­ren­de Grund­stück­flä­che längs der Nach­bar­grund­stüc­ke wur­de ein ge­win­kel­ter Ga­ra­gen­bau­kör­per, der die Hau­sec­ke um­fasst, ein­ge­stellt. Ent­spre­chend er­ge­ben sich an bei­den Sei­ten der Ga­ra­ge je­weils ein Ga­ra­gen­tor so­wie PKW-Zu­fahr­ten von den bei­den das Grund­stück um­schlie­ßen­den Stra­ßen aus. 

Der im Erd­ge­schoss of­fe­ne Grund­riss aus Woh­nen, Es­sen und Kü­che wird durch ei­nen Wind­fang mit Gar­de­ro­be, ein Gä­ste-WC mit Du­sche und dem Tech­nik-/Haus­wirt­schafts­raum - mit in­ter­nem Zu­gang in die Ga­ra­ge - er­gänzt. Die in das Ober­ge­schoss füh­ren­de, zen­tra­le Trep­pe führt auf ei­nen in Haus­mit­te plat­zier­ten Längs­flur, der durch ein Dach­kup­pel­fen­ster mit Ta­ges­licht ver­sorgt wird. Im Ober­ge­schoss sind die Schlaf­räu­me, ein Ba­de­zim­mer, ein Ar­beits­zim­mer so­wie ein Ab­stell­raum, der die Mög­lich­keit des spä­te­ren Aus­bau­es ei­nes Kin­der­ba­des bie­tet, un­ter­ge­bracht. Das Ge­bäu­de wird über eine Brenn­wert­gast­her­me be­heizt. Zur Un­ter­stüt­zung der Warm­was­ser­ver­sor­gung dient eine Sol­lar­kol­lek­tor­flä­che, die auf dem Pult­dach - op­ti­mal nach Sü­den aus­ge­rich­tet - auf­ge­setzt ist.

Das Wohn­haus ist mit ei­ner wei­ßen Wär­me­dämm­ver­bund­fas­sa­de be­klei­det, die durch waa­ge­recht oder senk­recht an­ge­ord­ne­te Lär­chen­holz­flä­chen zwi­schen den Fen­stern ge­glie­dert wird.

Der Ab­stell-/Kel­ler­er­satz­raum mit ei­ner Fas­sa­de aus Lär­chen­holz, so­wie die Frei­sitz-Über­da­chung nebst Per­go­len und auch die Ein­frie­dungs­mau­er zu den Stra­ßen­räu­men sol­len laut Bau­her­ren­vor­ga­be als "2. Bau­ab­schnitt" zu ei­nem spä­te­ren Zeit­punkt rea­li­siert wer­den. Zu­nächst dient ein Stab­git­ter­zaun als Grund­stück­ab­schluss.